Altastadt´r Rathaussturm

So hat es begonnen

Die Keazalälle stürmen seit 1974 das Rathaus in Altenstadt, wobei Bürgermeister und Rathausbesatzung nach Untereichen abtransportiert wurden Im Gasthof Hirsch gab es nach der Entführung ein Essen (Lumpensuppe), das der Bürgermeister bezahlt. Natürlich gibt es zudem den sogenannten Lumpenball und Tanz mit Einlagen.


So ist es heute

Seit dem ersten Rathaussturm hat sich ein bisschen etwas geändert: Die Keazalälle stürmen nicht alleine das Rathaus sondern gemeinsam mit allen Zünften und Fasnetvereinen aus Altenstadt und Ortsteilen. Dazu gehören die Schellavegl, die Griasboale, die Blächgugga Fetzer und die Schedder Hexa.

2017 freuen wir uns besonders auch die neue Zunft aus Osterberg zur Unterstützung beim Rathaussturm dabei zu haben. Willkommen und auf zum Sturm: NZ HenkerHexa aus Osterberg.

Der Ablauf ist seit Jahren traditionell gleich und beginnt mit Drohungen der Hästräger an die Rathausbesatzung mitsammt Bürgermeister. Hier führen die Altenstadtr Hästräger Pyramiden, Tänze und anderes auf.

Daraufhin sendet der Bürgermeister eine Person oder manchmal ganze Chöre oder Tanzgruppen um sich zu verteidigen. Der Bürgermeister lässt sich nicht lumpen und wir werden jedes Jahr wieder überrascht.
Jedoch werden die Verteidiger meist gefangen genommen, in die Geige gesteckt oder an den Laternenpfahl gekettet. Auch hier gibt es immer wieder Überraschungen.

Es folgen wieder Drohungen der Hästräger. Seit einigen Jahren kommt hier wieder die Konfetti-Kanone der Lälle in den Einsatz.

Als letzte Aufforderung werden ihre Schandtaten verlesen. Auf schwäbisch gereimt, werden alle Verfehlungen der Regierung während des vergangenen Jahres vorgebracht, was immer wieder zu Kopfnicken bei den Zuschauern und Besuchern führt.

Wenn die Rathausbesetzung danach immer noch nicht bereit ist das Rathaus freiwillig frei zu geben, wird das Rathaus gestürmt. Jeweils zwei Personen je Hästrägergruppe erstürmt das Rathaus um Bürgermeister und Stadtrat in Gefangenschaft zu nehmen.

Untermalt wird das ganze Treiben von den Blächgugga Fetzern, die musikalisch Feuer unter dem Hintern machen.

Anschließend führte uns ein kurzer Weg in den Hirschen nach Untereichen oder in den Gasthof Fischer zur "Lumpensuppe", die mittlerweile fast schon traditionell Bratwürste mit Salat sind. Da der Gasthof Fischer für die Menge an Häästräger und Gäste leider zu klein geworden ist, wird 2017 das Narrentreiben nach dem Sturm in der TSV Halle in Altenstadt stattfinden. Mit Musik und Tanz wird bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Wir freuen uns auf Besucher und Feierfreunde, die mit uns das Rathaus stürmen und am Gompigen mit uns feiern.

Eindrücke vom Rathaussturm

 

Keazalälle
Lälle raus, Lälle nei - Keazalälle muass ma sei!